Ist unsere Medizin eigentlich für Frauen gemacht? Mit Prof. Dr. Mandy Mangler über den Gender Health Gap

Shownotes

Im Gespräch: Dr. Caroline Fenner und Prof. Dr. Mandy Mangler, Chefärztin für Gynäkologie und Geburtsmedizin an zwei Berliner Vivantes-Kliniken. Die Themen: - Wissenslücken rund um die eigene Gesundheit – auch unter Ärztinnen. - Endometriose: Mandy Manglers Kritik an den Prioritäten medizinischer Forschung und Investitionen. - Herzinfarkte bei Frauen: Warum die Schilderung ihrer Symptome ernst genommen werden muss. - Medizinische Ausbildung: Wie werden Unterschiede zwischen Frauen und Männern berücksichtigt? Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und Weiterbildung. Sie ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden an eine Ärztin oder einen Arzt.

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00:00:00: Man muss schon auch sich hart anstrengend gute Laune zu behalten, wenn man darüber nachdenkt, dass so viel Geld zum Beispiel in Operroboter zur Erhaltung der Nerven des Penis investiert wird und so wenig in die Erforschung von Endemitriose.

00:00:11: Die Studien zu Frauen- und Herzinfarkten zeigen, dass Frauen nicht ernst genommen werden in der Schilderung ihrer Symptome.

00:00:17: Also ich habe komplett die Fassung verloren.

00:00:18: Ich bin aufgestanden und gegangen Und hab gesagt also ihr könnt euch gerne bei mir melden Wenn jemand adäquat mit mir reden möchte.

00:00:24: Aber so geht es gar

00:00:26: nicht.

00:00:32: Wie ist er in die Fragen, die viele denken aber nicht immer aussprechen?

00:00:36: Gemeinsam mit meinen Gästen möchte ich das Thema Frauengesundheit verständlicher machen.

00:00:40: Wissenschaftlich fundiert, einfach erklärt und ohne Tabus!

00:00:44: Und damit herzlich willkommen zu Podcast der Limbach-Laborgruppe.

00:00:47: Was Frauen Nicht Fragen.

00:00:49: Ein kurzer Hinweis vorab Die in diesem Podcast geteilten Informationen, Erfahrungen und Einschätzungen unserer Gäste dienen natürlich ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung.

00:01:00: Sie ersetzen keinesfalls eine persönliche oder fachliche Beratung, Diagnose- oder Behandlung durch eine Ärztin oder einen Arzt.

00:01:08: Bitte wenden sie sich bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer an den Ärzte ihres Vertrauens.

00:01:13: Treffen Sie keine medizinische Entscheidung eigenständig ohne ärztlichen Rat!

00:01:17: Ich bin Dr.

00:01:18: Caroline Fenner, Internistin und Geschäftsführerin eines medizinischen Labors in Hamburg.

00:01:23: Und für unsere verschiedenen Folgen habe ich mir verschiedene Gäste eingeladen.

00:01:27: Heute ist Professorin Dr.

00:01:28: Mandy Mangler hier bei mir im Studio.

00:01:30: Sie ist Fachärztin für Frauenheilkunden und ehrlich gesagt wenn ich jetzt erzählen würde was du alles machst und kannst dann würden wir sehr lange sitzen.

00:01:39: Mandy magst du dich vielleicht einfach ganz kurz in einem Satz selber vorstellen?

00:01:42: Ja schön dass ich hier sein darf Karo.

00:01:45: Ich bin Chefin für Gynecologien.

00:01:47: an zwei Kliniken in Berlin bei Vivantes.

00:01:50: Und genau, kümmere mich sehr gerne um Frauen Gesundheit und es mir auch natürlich nicht nur beruflich sondern auch persönlich ein großes Anliegen als selbstbetroffene sozusagen Frau.

00:02:00: Und versuche auch mich bewusst politisch zu betätigen und in der Lehre und habe deswegen auch vielfältige Dinge wo ich versuche ja Impulse vielleicht zu setzen.

00:02:11: Ja schön!

00:02:12: Wenn ich jetzt zum Beispiel mit meinen Freunden zusammensitze dann geht Irgendwann auch immer um Frauengesundheit, zyklos Kinder, Wechseljahre.

00:02:20: Krankheiten und irgendwann fällt dann immer dieser Satz

00:02:23: echt ...

00:02:24: das wusste ich nicht!

00:02:26: Und ehrlich gesagt geht's mir oft so, obwohl ich Ärztin bin und mich intensiver mit dem Thema beschäftige.

00:02:32: Dabei ist ja unsere Generation schon deutlich aufgeklärter als

00:02:36: jede davor.

00:02:37: Trotzdem haben wir solche blinden Flecken wenn es um unsere eigene Gesundheit geht Und ich frage mich dann immer, haben wir Frauen das nicht gelernt?

00:02:45: oder guckt auch in die Medizin nicht richtig hin?

00:02:49: Dann denke ich an unser Studium zurück und lasse dann so wie oft tritt eine Erkrankung bei einer Frau einen Mann auf.

00:02:54: Und dann geht es weiter Diagnostik, Therapie, Verlauf.

00:02:58: Aber das war's dann auch!

00:03:00: Und dann frage ich mich immer, Mandy ist unsere Medizin überhaupt für Frauen

00:03:03: gemacht?!

00:03:05: Na ja, das ist total interessant.

00:03:06: Weil eigentlich ist es so wie sind alles Menschen?

00:03:08: also Männer Frauen sind Menschen und dann sind wir uns sehr ähnlich und gleich und der Hauptunterschied ist aber dass die Frauen eben letztendlich muss man sagen Alles irgendwo Gynäkologinnen sind.

00:03:18: weil wir haben diesen Zyklus Und von diesem zyklus aus haben wir sehr viele Dinge, die uns beschäftigen im Laufe unseres Lebens und des biologische und das biografische.

00:03:27: Das überschwappt so!

00:03:28: Also dieser Zyklus der bestimmt unsere Sexualität, unsere Verhütterung schwanger werden jahrenein, schwanger bleiben, Schwangerschaft, Minupause... Alles ist sozusagen dieses Hauptthema Zyklos-und Ableger davon.

00:03:41: Und ich glaube, wenn man diesen Zyklus eben nicht hat zum Beispiel als Mann dann hat man diesen wesentlichen Blick auch nicht oder kann das gut ausblenden.

00:03:49: und die Medizin, die eben sehr lange auch von Männern für Männer gestaltet wurde.

00:03:53: Hat dieses Zykloswissen nicht als die Norm betrachtet sondern als ein Extra.

00:03:58: und dieses Extra da wurde nicht so genau hingeguckt weil man sich oft gedacht hat und es war in meinem Studium also ganz prominent dass Frauen kleine Männer sind Eigentlich nur nach Körpergewicht irgendwie unterschieden.

00:04:10: Und das ist ein bisschen verrückt.

00:04:12: Das heißt, wir sozusagen wissen, dass wir heute über Frauen Gesundheit haben.

00:04:17: Blende das was du gerade gesagt hast, zyklus und so eigentlich total aus.

00:04:20: Die Erkenntnisse die wir jetzt haben sind eigentlich an Männern gewonnen?

00:04:24: Ja genau also... Ich muss mir daran denken, dass ich, ich habe in dem Jahr die medizinischen Studierenden angefangen an der Charité in Berlin und die ich ungefähr siebenundachtzig Jahre davor durfte.

00:04:36: Die erste Frau Medizin studieren in Berlin.

00:04:39: Und sieben und achtzig Jahre das ist so wenig!

00:04:41: Das heißt wir haben eine Wissenschaft, die über hunderte von Jahren ein exklusiver Männerclub war merkt man halt auch in den Anatomiebüchern, in den Büchern.

00:04:51: Es hat sich eben dann über Jahrhunderte so entwickelt dass Frauen nicht dabei waren und eben auch nicht gestalten durften.

00:04:57: Und die ersten Frauen, die der Medizin studiert haben, die hatten es echt schwer.

00:05:01: Manchmal denke ich an die und denke krass wie viel Kraft und Mut sie brauchten um da sich durchzusetzen.

00:05:07: weil das war dann so, dass irgendwie Ziegen in den Hörsaal gebracht wurden also echte Ziegentiere.

00:05:12: und dann wurde gesagt jetzt dürfen Niedere Tiere in den Hörsaal, Ziegen und Frauen.

00:05:17: Und die haben wirklich Widerstand erlebt.

00:05:18: also die haben eine ganz andere Höhen glaube ich gehabt als wir und deswegen toll dass sie es geschafft haben oder wir Medizin studieren durften ist nicht selbstverständlich aber umso wichtiger ist das eben unsere Perspektiven vielleicht einzuflechten in ein System was sie nicht automatisch mitgedacht hat.

00:05:38: Aus diesem Blickwinkel, welche Wissenslücken entstehen da daraus?

00:05:40: Wenn man so auf Medizin guckt.

00:05:42: Ja das ist super spannend!

00:05:43: Ich habe mich in meinem Studium das auch immer gefragt, weil da gab es irgendwelche Fragen die ich hatte an den weiblichen Körper im Bezug auf Menstruationsschmerzen oder Menopause oder Sexualität und diese Fragen wurden einfach nicht beantwortet und ich hab mich dann immer gefragt ob ich die Vorlesung verpasst.

00:05:58: bin ich nicht hingegangen aus Versehen oder gibt es dieses Wissen wirklich nicht?

00:06:02: Und dann später, als ich Frauenessin wurde, habe ich gemerkt.

00:06:05: Dieses Wissen gibt es nicht!

00:06:06: Es gibt tatsächlich zahlreiche Bereiche des Frauenkoppers die nicht wichtig genug erachtet wurden um sie zu untersuchen und deswegen haben wir dort dann Lehre.

00:06:16: Das ist ein bisschen schade weil eigentlich interessiert das ja doch mindestens fünfzig Prozent der Bevölkerung und es ist so wichtig weibliche Gesundheit weil der Zyklus ist die Basis unserer Gesellschaft.

00:06:26: Wir alle sind von einer Frau geboren worden und die hat dabei Großes geleistet.

00:06:31: anerkennen, indem wir dann medizinisch genauer hingucken.

00:06:34: Sehr!

00:06:35: Also

00:06:36: das was du sagst ist ein Skandal, dass wir im XXI Jahrhundert den Frauenkörper... noch nicht vollständig und richtig verstehen.

00:06:42: Du hast gerade ganz viele spezielle gynäkologische Sachen angesprochen, geht es auch darüber hinaus?

00:06:47: Betrifft das auch andere Sachen also auch andere Erkrankungen zum Beispiel?

00:06:50: Genau dann dachte ich lange, dass betrifft nur gynänologische Erkankung und nur die Gynäcologie ist vielleicht so ein bisschen unterversorgt.

00:06:56: im Studium wird ja mehr gesagt, das ist ein kleines Fach und so.

00:06:59: Und da habe ich zu der inneren Medizin oder Chirurgie oder Neuro oder Orthopödie geguckt.

00:07:04: Das Stimme ist, das ist noch schlimmer.

00:07:07: Ich habe einen Freund der ist Orthopäde, super Orthopädee, sagt er neulich zu mir.

00:07:12: ja da kommen immer so mittelalte Frauen mit Gelenkschmerzen zu mir.

00:07:15: und dann hab ich gesagt hast du schon mal mit denen über Menopause gesprochen?

00:07:19: Und hat er gesagt Noch nie.

00:07:22: Und er kann gar nichts dafür, der hat es einfach gar nicht gelernt.

00:07:24: Das ist gar nicht Inhalts eines Studiums und nicht Inhalt seiner Weiterbildung für ihn zum Facharzt gewesen.

00:07:30: Das heißt das ist in den anderen Fächern ganz genauso.

00:07:32: wie haben Nicht nur die Therapie- und Diagnostik am männlichen Körper ausgerichtet Der männliche Standardpatient wird also mittel alt, mittelschwer.

00:07:43: Und dass natürlich viele entsprechen diesem Schema nicht auch viele Männern.

00:07:46: Und deswegen ist eigentlich die Medizin in der Zukunft individualisierte Medizin, die tatsächlich nicht in so einem Gießkannensystem für alle das Gleiche macht.

00:07:54: Sondern das Individuum sieht und es ist dann viel besser.

00:07:58: Du hast gerade schon total viele Fachrichtungen angesprochen.

00:08:00: Orthopädie, Innere und so... Einfach noch mal zum einordnen!

00:08:04: Ist es jetzt in einen Führungszeichen diese Wissenslücke?

00:08:07: Betrifft das Spezialfragen oder wieviel betrifft dass eigentlich?

00:08:10: Das ist grad schon mal ganz kurz angesprochen.

00:08:12: Wie relevant ist es für uns?

00:08:15: Für uns Frauen ist es total relevant.

00:08:16: Da gibt es Studien und wir wissen zumindest jetzt mal, dass das Gefühl was wir vielleicht vor zehn, zwanzig Jahren hatten Dass das jetzt auch evidenzbasiert nachgewiesen ist.

00:08:24: Das heißt Wir haben Studien die zeigen Frauen werden schlechter versorgt wenn sie Herzinfarkte haben Frauen warten länger in der Notaufnahme Wenn Sie Schmerzen haben Frauen kriegen weniger schmerzmittel Frauen leiden mehr an sogenannten Medical Gaslighting.

00:08:36: Dass sie eben nicht ernst genommen werden mit ihnen Beschwerden Und ich glaube dieses dieses Nicht Ernstgenommen werden mit seinen Beschwerdern Ist eigentlich nur der ausdruckt davon, dass wir ganz viele Dinge nicht wissen über die Frauenkörper und das wir dann immer denken.

00:08:49: Weil wir das ja gelernt haben medizinisch.

00:08:51: Ahja!

00:08:51: Das muss ja psychosomatisch sein sonst wüsste ich es ja als Arztärztin.

00:08:55: Und dann transportiere ich das so der Patient hin und das ist sozusagen ein kleiner Fehl und Zugschluss.

00:09:02: umso soll es eigentlich nicht sein sondern wir sollten Medizin so betrachten dass wir wirklich die Menschen als Individuum sehen und in ihren Bedürfnissen ernst nehmen auch abbilden in den Studien Und in der Diagnostik und der Therapie.

00:09:15: Du hast schon zwei wichtige Punkte angesprochen, das eine ist ja sozusagen krank sein und als krank erkannt werden es einfach nicht dasselbe.

00:09:23: Das hast du schön gesagt?

00:09:25: Ja also das ist halt einfach mir noch mal so klar geworden, dass was ganz unterschiedlich ist aber vielleicht nochmal einen Schritt zurück ist, du hast gesagt sieben, achtzig Jahre lang vor sieben und achtzig Jahren durfte die erste Frau studieren Schließen wir Frauen immer mehr in Studien ein.

00:09:40: Ist es jetzt ein historisches Problem oder bessert sich das heute schon?

00:09:45: Ich denke schon, dass es sich gebessert hat würde mich auch deine Perspektive als im Laborsystem Arbeitende interessieren.

00:09:51: und im Medizinsystem aber es bessert sie eben so wahnsinnig langsam.

00:09:56: was ich besser finde ist, dass wir mehr Studien haben die nachweisen das ist zum Beispiel besser.

00:10:02: Aber wir haben noch nicht wirklich eine geschlechtergerechte Gesellschaft geschafft.

00:10:06: Die haben wir einfach nicht und das äußert sich ja ganz vielfältig, sozusagen früher waren es die Frauen, die eben im Hörsaar beschimpft wurden und heute haben wir in der deutschen Universitätsmedizin eine Frauenquote von vierzehn Prozent also sechsten-achtzig Prozent Männer in Führungspositionen und über diese Zahlen müssen wir sprechen!

00:10:24: Und ich bin hier nicht des Maß der Dinge.

00:10:26: Es heißt ja nicht nur weil ich denke wie müssen fünf die fünf machen Dann denkt es jeder, sondern wir können ja als Gesellschaft darüber sprechen.

00:10:32: Und dann können wir uns überlegen ist sechsteinachzig Prozent Männerquote und vierzehn Prozent Frauenquote?

00:10:37: wollen wir das so oder wollen wieder was machen?

00:10:39: Und da müssen wir gemeinsam entscheiden.

00:10:40: aber wichtig finde ich dass wir uns das einmal klarmachen und dann gucken wie wir damit weiter umgehen.

00:10:45: Ja total wichtig.

00:10:46: also ich kann's aus dem Labor in dem Sinne sagen seit ich Laborwerte sehe gibt es zumindest in Teilen frauenspezifische Laborwerke.

00:10:54: Das gibt es auch für Kinder also unterschiedliche Alters.

00:10:58: Gruppenlaborwerte gibt es das auch für Frauen, aber hat nur in ganz wenigen Teilen und da muss man sich ja auch fragen.

00:11:05: Ist das jetzt hier genug oder geht das noch weiter?

00:11:07: Und wie geht es weiter?

00:11:08: Wo müssen wir genau hingucken?

00:11:11: Da habe ich eine kleine Anekdote weil es mir letzte Woche ne Studentin der Charité was erzählt hat sie hatte eine Prüfung zu Laborwerten und hat dann so die Laborwerte gesagt also für Männer und Sie musste eigentlich auch nur die Laborwerke der Männer wissen und sie hat aber noch zusätzlich die Labor Werte der Frauen gelernt Und da hat dann den Prüfer gefragt, soll ich die Standardwerte auch noch für die Frau sagen?

00:11:32: Und er hat dann nur so abgewunken und gesagt, nee brauchen sie nicht.

00:11:35: Das reicht mir.

00:11:36: So, wo man zu denkt, das ist so auch nichts so ganz wie man es machen sollte!

00:11:40: Das ist ein total... Also auch hartes und treffendes Beispiel.

00:11:44: weil zwei Fragen dahinter.

00:11:47: Erstens, warum müssen wir überhaupt die Referenz-Bereiche auswendig lernen?

00:11:50: Sollten wie unsere geistige Kapazität nicht eher darauf nutzen für die wirklich wesentlichen Dinge.

00:11:55: Aber das andere ist natürlich müssen wir das mitdenken.

00:11:58: und dann fragt man sich natürlich auch wenn wir über Studien und überall dieses Ding sprechen wer sitzt denn da?

00:12:04: sitzen da Männer oder sitzen da Frauen die des Designs denken die das immer genug mit ein Labor wird es einfach so treffen?

00:12:10: ja dass muss immer mitdenken.

00:12:12: Da gibt's natürlich auch noch einen Riesen-Look, da geht es ja um Gender und Race und so was, das viel zu wenig mitgedacht wird.

00:12:18: aber man sagt wir können jetzt den Raum öffnen ist weiterzudenken.

00:12:24: Vielleicht sind wir hier gerade ein bisschen weiter gelaufen, aber nochmal ganz kurz zurück.

00:12:28: Es ging umzyklos, um Erkrankungen und sowas Kannst du vielleicht einfach nochmal ganz kurzerklären.

00:12:34: warum können wir denn diese Erkenntnisse die wir an Männern gewinnen nicht auf Frauen übertragen?

00:12:38: Das ist eine gute Frage, weil auch Männer sind natürlich zyklische Wesen und das Testosteron ist manchmal höher und manchmal niedriger.

00:12:46: Und das Testesteron ist mehr höher als manchmal niedriger also zum Beispiel des Testosterons ist im Winter niedrige als im Sommer und morgens höher als abends und so.

00:12:53: aber natürlich es was ganz anderes wenn wir jetzt diesen ganzen Testosteroenzyklus vergleichen würden mit dem estrogenen Purgisteronen und auch Testosterone bei Frauen.

00:13:02: dass kann man gar nicht vergleiche.

00:13:04: Das Interessante ist, dass dieser Zyklus eben in der Phase des Lebens einer Frau, wo er regelmäßig da ist.

00:13:10: So viel Implikation hat so viele Folgen für die Gesundheit und man kann ihn so gut nutzen auch.

00:13:15: Man kann ihn nutzen zum Lesen des Körpers und zum Bedienen des Körperes Und auch nach der Menopause.

00:13:21: natürlich wichtig, den weiblichen Körper gut zu verstehen und da zu gucken.

00:13:25: Was unterscheidet ihn vom männlichen Körper?

00:13:27: Und dann können wir nicht einfach so tun als wären Frauen kleine Männer und das Wissen einfach rüber transportieren.

00:13:33: Das wäre ja umgekehrt total merkwürdig!

00:13:36: Kannst du uns vielleicht ein, zwei, drei Beispiele dafür geben?

00:13:38: Woher komme ich?

00:13:40: Wir lernen einen Zyklus mit so Hormonkurven im Studium immer wieder.

00:13:43: Irgendwie, darum geht's!

00:13:44: Ich hab den ehrlicherweise erst viel später verstanden was das eigentlich bedeutet.

00:13:49: Mit einem Fitness-Tracker zu verstehen, guck mal da gibt es verschiedene Phasen und sowas... Auch schonmal merkwürdig, dass man einfach das nochmal so greifen kann.

00:13:56: Was bedeutet das für die

00:13:57: Leute?!

00:13:58: Wir lernen das nicht genug.

00:13:59: Eigentlich müsste man es schon in der Schule lernen und zwei Jungs auf, weil auch für Jungs ist natürlich wichtig zu verstehen wie funktioniert so ein Frauenkörper wenn man mit Frauen zu tun hat und zwangsläufig hat man mit Frau zu tun.

00:14:10: und um zu verstehen, wie wir einfach besser miteinander interagieren können glaube ich ist es wichtig Und dieses Zykluswissen was eben da nicht verbreitet wird oder dass man vielleicht mal als Schema irgendwie so grob transportiert bekommt aber nicht grundsätzlich versteht.

00:14:25: Das würde uns ja helfen den Körper um dann zum Beispiel zu verstehen, in der ersten Zyklusphase ist man vielleicht anders vom Drive von der Energie und von der mentalen Gesundheit auch als in der zweiten Zyklushälfte.

00:14:37: Und dazwischen ist der Eisprung – was will ich den Zykulus nutzen zum Verhüten?

00:14:42: Oder will ich ihn nutzen, um meinen Körper zu lesen?

00:14:45: Um gesünder zu sein.

00:14:45: Um mein Schlaf zu koordinieren!

00:14:47: Mein Sport und so... Und zum Beispiel Studien an Leistungssportlerinnen zeigen die Verletzungsrate in der zweiten Zyklushälfte ist total hoch weil so viel Wasser ins Geweber und in die Gelenke eingelagert wird.

00:14:59: Und so, glaube ich, sind es einfach Informationen vom männlichen, weiblichen Körpern die man gar nicht so gut vergleichen kann.

00:15:06: Sondern diese, die man sich als Frau hart erarbeiten muss.

00:15:09: und deswegen denke ich auch mehr alle Frauen sind irgendwie Gynäkologen weil sie eben im Laufe ihres Lebens immer wieder damit konfrontiert sind diesen Zyklus um den Körper zu verstehen und zu lesen.

00:15:18: Dann hat man vielleicht Glück wenn man Freundinnen hat mit dem man viel besprechen kann oder eine Familie wo viele Generationen da sind.

00:15:24: aber das ist ja nicht mehr die Realität der Menschen.

00:15:27: leider.

00:15:27: So haben wir eben da eine kleine Wissenslücke auch selber.

00:15:30: Ja genau, das geht ja so ein Stück weit verloren in unserer Gesellschaft, dass so große Gruppen wo das dann auch offen oder halt doch zumindest in der größeren Gruppe mal thematisiert wird.

00:15:38: Wenn wir jetzt gerade über das Thema Zyklos sprechen Das ist ja in der Gynäkologie irgendwie selbstverständlich Da fragt die Gynädikologin nach dem Zyklus.

00:15:47: Aber in allen anderen Fachrichtungen innere allgemeinen Medizin, da ist das so wenig Thema Warum nicht und was hatten das für Folgen?

00:15:56: Das hat die Folge, dass wir zum Teil auch Symptome nicht gut einordnen kann.

00:15:59: Weil wie sie missverstehen und weil wenn wir den Zyklus nicht mitdenken dann vergeben wir uns eine Chance für mehr Gesundheit für die Personen, die den Zyklus hat.

00:16:08: also zum Beispiel gibt es Menschen in der zweiten Zyklußphase dieses sogenannte zum Beispiel PMS was nochmal ne Frage ist ob's überhaupt gibt oder ob diese Zyklosphase Insgesamt von einer Lebenssituation begleitet ist, die ein stetes Leben braucht.

00:16:24: Also regelmäßig essen und schlafen wie nicht Alkohol zum Beispiel.

00:16:28: Und wenn wir das wissen würden dann würden wir zum Beispiel Frauen vielleicht nicht einfach so Psychopharmaka verschreiben wegen PMS oder wegen Minupause sondern würden genauer hingucken und als fragen was hat das eigentlich mit dem Zyklus zu tun diese Symptome?

00:16:40: Das kann man sich eigentlich immer fragen!

00:16:42: Vielleicht ist die Antwort manchmal Es hat damit nichts zu tun, aber es lohnt sich da genau hinzugucken.

00:16:46: Egal in welcher Fachrichtung man arbeitet

00:16:48: und was sind das dann für Beschwerden?

00:16:49: Einfach sozusagen, wo man dann genauer

00:16:51: hinguckt.

00:16:52: Es sind zum Beispiel Beschwerde wie Schmerzen oder Veränderungen des Energie-Levels oder auch der mentalen Gesundheit also zum Beispiel dunkle Stimmung oder depressive Symptome sogar.

00:17:04: Wo wir denn einfach nicht genau genug hinschauen.

00:17:07: Jetzt haben wir über... Also auch darüber gesprochen werden schon ganz viele Themen.

00:17:11: kurz das Thema Herzinfarkt im Studium, hab ich zumindest noch gelernt.

00:17:15: Ja, Herzinfakt eher Männer aber bei Frauen habe ich immerhin schon gelernt ja das macht Übelkeit oder ein paar andere Symptome und dann muss man auch bei der Diagnostik anders hingucken.

00:17:27: was muss man da vielleicht in Frauen Diagnostic anders machen?

00:17:31: die Studien zu Frauen und Herzinfarkten zeigen, dass Frauen nicht ernst genommen werden in der Schilderung ihrer Symptome.

00:17:36: Und auch zum Teil sogar sich selber nicht ernst nehmen, weil sie es nicht verstehen.

00:17:40: Also ich hatte gerade eine Schildierung von einer Politikerin, die das öffentlich gemacht hat, dass sie einen Herzinfakt hatte und wie sie auch selbst sozusagen sich nicht ernstgenommen hat ihre Symptomen aber auch sie nicht deuten konnte, weil Sie das noch nie gehört hatten, dass z.B.

00:17:55: bei Frauen ist so ausstrahlende Schmerzen in den Kiefer gibt oder Übelkeit.

00:18:00: Das hatte sie alles.

00:18:02: Sie hat das selber erst mal missverstanden und dann hat sie aber insistiert, sie wurde von einer Arztärztin nicht mehr abgewiesen und dann ist noch mal hingegangen und dann wurde diese Herzinfarkt eben mit wahnsinniger Verspätung zwei Tage glaube ich oder so einen ... oder ein... vierundzwanzig bis achtundvierzig Stunden Verspäthung diagnostiziert.

00:18:21: und das ist natürlich tragisch weil die Zeit es wichtig auch um die Regeneration des Herzens dazu gewährleisten

00:18:29: Total.

00:18:30: Es ist ja dieses ... Was ich vorhin sagte, als krankerkannt werden, das funktioniert bei uns in der Gesellschaft nicht so häufig.

00:18:36: Ich erlebte es auch in meiner Sprechstunde, dass die Frauen kommen und schon direkt selber implizieren.

00:18:41: Das ist eher der Stress.

00:18:43: Und andere sind viel kränker als ich.

00:18:45: Ich hab manchmal das Gefühl, die haben Angst, dass sie mir Zeit wegnehmen.

00:18:48: Ich denke, kann noch nicht sein!

00:18:50: Die kommen mit einem Problem zu mir?

00:18:53: Wie kommt es denn, dass wir Frauen unsere Probleme ... So sehr relativieren.

00:18:57: Das ist interessant, ne?

00:18:58: Wir haben... Also das ist die Frage auch was erwarten wir von Frauen in unserer Gesellschaft?

00:19:02: und das ist so natürlich eine zweiseitige Sache.

00:19:06: Was machen Frauen und was erwarteten?

00:19:07: wie von ihnen?

00:19:07: aber wer erwartet?

00:19:08: natürlich?

00:19:09: oder Frauen leisten sehr viel Kehrarbeit also sie pflegen Menschen Sie pflegten ja oder sie kümmern sich um andere um ihre Kinder um ihre Partner um Angehörige um Schwiegereltern.

00:19:18: sogar erlebe ich auch immer wieder finde ich interessant Und gleichzeitig nehmen sie sich selber auch nicht so ernst.

00:19:24: Ich glaube, das ist fast ein bisschen eine Zwickmühle aber man kann sie total gut auflösen unter uns Frauen.

00:19:30: also wenn wir es nicht schaffen um uns selbst zu kümmern dann können wir uns vielleicht um die anderen Frauen kümmern sozusagen einen Handel machen.

00:19:37: ja ich vielleicht haben wir jetzt nicht mit der Self-awareness und unseren Symptomen Aber wir können uns unsere Freundinnen kümmen und die kümme sich wiederum und um uns und das ist ein guter Deal.

00:19:47: Das klingt mehr als total guten Deal.

00:19:49: heißt er aber auch dass Frauen mehr für sich selber einstehen müssen, was ja auch traurig ist.

00:19:57: Dass wir für uns selbst einstehnen müssen, damit wir die gleiche Medizin bekommen und versorgt werden.

00:20:02: Und ich frage mich dann auch ... Dieser Bayer betrifft er eigentlich nur Ärztinnen und Ärzte?

00:20:10: Und sind Frauen von weiblichen Ärzten besser versorgt?

00:20:14: Du spielst ja auf Studien an, die es gibt zu diesem Thema.

00:20:17: Und übrigens weil Forscher und fordernde Frauen, die zum Beispiel in der zweiten Zyklus-Hälfte sagt man hier über Frauen sie sind dann Forscher oder Vorderender und auch in der Menopause sind Frauen Forscher vordernder und ich als Gynäkologin finde das super.

00:20:31: also seit alle Forschern und fordern super.

00:20:33: das lohnt sich also auf jeden Fall sich nicht verstecken mit diesen Gefühlen.

00:20:39: Und so diesen Studien da gibt's ja auch wahnsinnig viele Studien die untersucht haben wo sind Frauen gut aufgehoben und versorgt.

00:20:45: Und diese Studien, die sind krass!

00:20:48: Weil sie sind riesengroß, es gibt eine kanadische und eine japanische große Studie zu Operationen also wenn Ärzte oder Ärztinnen operieren wie ist das Outcome?

00:20:57: Und zur Herzgesundheit gibt es auch Studien wo bin ich als Patient-Patientin gut aufgehoben, wer versorgt mich besser?

00:21:03: Wo ist mein Überleben höher?

00:21:04: Das ist total verrückt weil dass diese große kanadisches Studium hat zum Beispiel gezeigt Man überlebt eine Operation häufiger, wenn einer Ärztin operiert und man hat auch insgesamt ein besseres Outcome.

00:21:18: Und jetzt haben natürlich alle aufgeschrieben bei dieser Studie und gesagt, was ist das für ne Studie?

00:21:24: Und dazu kann man mehrere Sachen jetzt sagen, wie das gekommen ist.

00:21:27: Dass die Ärztinnen ein besseres Outcome hatten bei den Operationen.

00:21:30: Es gab zum einen weniger ÄrztInnen in dieser Studie sozusagen.

00:21:34: Es wurden sehr viele Tausende von Ärzten untersucht es gab wenige Ärzte und man denkt ÄrztInnen machen nicht nur eine ganzheitlichere Medizin also sie sehen nicht nur die OP sondern auch die Patientin an sich im Gesamtkontext psychologisch-sozial aber die Frauen überhaupt mal in die Position gekommen sind, zu operieren und selbstständig zu operierend.

00:21:54: Die sind so hart drauf und mussten sich so hart durchsetzen, dass sie tatsächlich einfach besser

00:21:58: sind.".

00:21:59: Und ja ... kann man sich angucken!

00:22:01: Die Studie fand ich zumindest interessant.

00:22:02: und für Herzinfarkte ist es ähnlich.

00:22:04: Frauen überleben Herzinfakte mehr wenn sie von Ärztinnen behandelt werden.

00:22:08: mit der Info kann jede machen was sie möchte.

00:22:11: Ich mach damit, dass ich so eine Kardiologin gehe und da hoffentlich besser aufgehoben bin weiß ich nicht, werde ich's sehen.

00:22:19: Und hier möchte ich einmal ganz kurz unterbrechen, weil das ist etwas was mir in meinem klinischen Alltag auch immer wieder begegnet.

00:22:26: Dass die Menschen mich fragen wo kann ich denn überhaupt Laborwerte herbekommen?

00:22:30: Natürlich kann man das dabei seinen behandelnden Ärzten abnehmen lassen und anfragen aber man kann dafür auch einfach an ein Labor kommen.

00:22:37: Dafür gibt es Blutentnahmestellen oder medizinische Labore in verschiedenen Städten und wo ihr diese Blut entnahme stellen und Labore findet das packt wir euch in die Show notes damit ihr wisst wo ihr hingehen könnt.

00:22:48: Wenn wir jetzt noch mal Diagnostik Frauen behandeln anders, ich denke dann auch an meine Sprechstunde.

00:22:58: Wie sieht denn das mit Medikamenten aus?

00:22:59: Das ist vor dem Thema Schmerz und Wahrnehmung angesprochen per se.

00:23:02: Wenn man in so einer Medikametendatenbank in der Hausarztpraxis ein Medikamente auswählt, verschreiben mehr Frauen und Männern immer die leichten Medikamente.

00:23:10: Was hatten das zu folgen?

00:23:11: Das ist auch total ein spannendes Thema.

00:23:13: Wir haben heute so viele Bereiche, die so viele Facetten haben und so interessant sind.

00:23:21: Diese Medikamentenforschung hat lange Frauen ausgeschlossen.

00:23:27: Mehr oder weniger muss man sagen als Schutz ... um sie zu schützen.

00:23:30: Aber das ist natürlich ein zweischneidiges Schwert, weil die Frauen direkt zu schützen ihre Fertilität und dass sie vielleicht wenn sie schwanger gewesen wären eben Nachteile durch die Studie als Probandin gehabt hätten.

00:23:41: aber der Nachteil davon ist, dass dann keine Studiendaten über Frauen existieren Und sogar Versuchstiere sind in über neunzig Prozent männlich.

00:23:52: Weil dieser Zyklus stört einfach auch bei der Datenerhebung.

00:23:57: sagen wir mal Und auch heute haben wir es geschafft, immerhin die Quote von Frauen auf twenty-fünf Prozent in den Medikamentenstudien zu bringen.

00:24:04: Das ist ja schon mal.

00:24:05: was aber ... Ist das Ende schon?

00:24:08: Hoffentlich nicht!

00:24:09: Sondern vielleicht können wir da dranbleiben und gucken dass wir Medikamente auch wirklich an den Menschen testen, die sie dann bekommen.

00:24:17: Was für Auswirkungen hat das auch Frauen?

00:24:19: Ich kann das jetzt einfach nur... dass man bei bestimmten Medikamenten gewichtsadaptiert.

00:24:24: Anders Körpergewicht angepasst, weil die anders wirken, weil sie sonst nicht genug oder zu viel wirken.

00:24:30: und das ist ein häufiger Unterschied, dass Frauen in Männern unterschiedliche Körpermasse haben.

00:24:34: aber irgendwie findet es dann gar nicht daran Thema, dass ich mal drüber nachdenke und ich sag's auch ehrlich bei mir, was du vorhin angesprochen hast.

00:24:41: Wir lernen Standarddosisierung Blutdrucksänker XY und dann kriegen die.

00:24:45: das fangen wir erst mal langsam an sprechen wir so wenig drüber.

00:24:52: Genau und es ist noch nicht mal, das Interessante ist nicht einmal die nur die Dosierung und das Körpergewicht sondern ist tatsächlich auch die Verstoffwechslung dann über den Leben über die Leber und insgesamt im Körper und bei manchen Medikamenten führt es zu einer Über- und Unterdosierung.

00:25:07: Es ist einfach nicht gut genug adaptiert an die Menschen, die die Medikamente einnehmen.

00:25:11: Und da wäre es auch super, wenn man sich das genauer anguckt!

00:25:16: Also das heißt, wenn ich eine Überdossierung habe, hab' ich dann mehr Nebenwirkungen?

00:25:19: Genau, mehr Nebenwirrung.

00:25:20: oder es gibt so Medikamente wo du einen überhangen hast am nächsten Tag und zum Beispiel gar nicht in der Lage bist, wo deine Reaktionsfähigkeit leidet weil du sie eingenommen hast um sie eigentlich für deinen Körper überdossiert sind.

00:25:31: Da gibt's ja dieses ganz prominente Beispiel mit Schlafmitteln, die nicht für Frauen adaptiert wurden.

00:25:34: Die haben am nächsten Morgen noch fix und fertig, weil sie auch total gravierende Auswirkungen hat wenn man über so bei den Hebden was dazu sagen kannst.

00:25:41: aber gibt der bestimmt mehr Beispiele.

00:25:44: Gutes

00:25:44: Beispiel!

00:25:45: Und auch bei gewissen anderen Medikamenten geht es soweit dass in der Frauenheilkunde in manchen Studien eben die Studienergebnisse an Männern erhoben wurden.

00:25:58: Wie soll man damit jetzt umgehen?

00:26:00: Ich sag mal auf der einen Seite Wir Ärzte, wie kriegen wir das besser hin?

00:26:04: Wie verschreibe ich die Medikamente jetzt besser.

00:26:06: Ich glaube es ist gut wenn man sich dieses Bias bewusst ist.

00:26:09: Wenn man sich einmal eingesteht dass wir eine Medizin haben die eben noch nicht geschafft hat das Individuen zu sehen und es ist ja auch nicht schlimm weil wir entwickeln uns immer weiter und vielleicht ist es eben so Schritt für Schritt Und wenn wir uns erst mal bewusst sind, dass es vielleicht besser ist die Individuen zu betrachten jetzt Männer und Frauen als Individuum.

00:26:27: Dann haben wir schon mal viel gewonnen.

00:26:29: Ansonsten würde ich sagen immer genau hingucken welches Medikament verschreibe ich?

00:26:32: wie sind die Studien gelaufen?

00:26:34: im Zweifelsfall mit Menschen sprechen die in der Firma arbeiten und sich das erklären lassen weil nur so kommen wir auch einen Dialog und können Feedback geben dass wir vielleicht ganz andere Bedürfnisse haben als die wir bisher die adressiert wurden.

00:26:48: Ja, total wichtig.

00:26:48: Einfach mehr awareness und darüber sprechen!

00:26:51: Und was würdest du denn Frauen generell raten?

00:26:54: Du hast gesagt die werden ja teilweise nicht richtig ernst genommen in ihrer Praxis.

00:26:58: Was würdest Du den raten wenn die das Gefühl haben die werden nicht ernst genommen?

00:27:02: Ja, ist eine gute Frage.

00:27:03: Wie gehen wir damit um?

00:27:04: Dass wir eben einen System haben was noch relativ von Hierarchie auch geprägt ist.

00:27:10: Wir denken okay da ist eine Expertin ein Experte und die sagt uns dann schon was wir machen müssen.

00:27:15: Und so funktioniert es aber eigentlich nicht sondern wir sind also als Patientin bist du Expertin für deinen Körper und dann gehst du zu einem Experten für Medizin und zusammen könnt ihr ein gutes Konzept für Gesundheit entwickeln.

00:27:26: Also auf Augenhöhe und dazu.

00:27:29: um das zu erreichen ist glaube ich Feedback eine gute Sache, also dass man dann wenn man sich nicht ernst genommen fühlt als Patientin.

00:27:35: Dass man es auch sagt und das wir als Ärzte auch ist annehmen und sagen okay natürlich haben wir zum einen gute und schlechte Tage zum anderen sind wir natürlich nicht perfekt sondern wir können auch uns noch weiterentwickeln und immer mit unserer Zielgruppe im Dialog bleiben damit wir eben uns einfach bessere Gesundheit für die Bevölkerung vorhalten oder für die einzelnen Patienten.

00:27:56: Also Feedback würde ich sagen.

00:27:58: Wenn man sich nicht traut, es direkt anzusprechen, kann man das auch per E-Mail tun oder anders Feedback da lassen.

00:28:03: Bei einer Befragung vielleicht zur Friedenheitsbefragungen und so.

00:28:07: Nur so können wir wachsen.

00:28:08: in Zweifelsfall wenn man sich gar nicht wohl fühlt dann muss man halt jemand anderen suchen.

00:28:12: aber ich würde erst mal ein Laden dazu bleiben um zu sagen okay lass uns angucken wie wir gemeinsam einfach besser zurechtkommen.

00:28:18: Fast am bestehenden System versuchen zu verengangen also einen Beitrag zu leisten.

00:28:22: Hast du denn auch schonmal das Gefühl dass du irgendwo nicht ernst genommen wurdest?

00:28:25: Oder deine Beschwerden nicht ernstgenommen wurden?

00:28:28: Du als extrem aufgeklärte Frau kannst du das gar nicht vorstellen.

00:28:31: Ja,

00:28:32: doch!

00:28:33: Ich hab mir immer auf dem Weg zur Arbeit im Fahrrad hingefahren und habe mir den Arm gebrochen.

00:28:37: Und bin dann so mit meinem Fahrrad in die Charité gefahren und hab echt weh getan und bin ich in die Autopädie gegangen oder in die Unfallstörung, die hat gesagt hier tut weh.

00:28:46: Dann wurde es geröntcht und war natürlich gebrochene.

00:28:50: Dann erinnere mich, saß ich in diesem Untersuchungszimmer auf so einer Liege und die Ärztin, die mich versorgt hat, Er saß mit dem Rücken zu mir am Computer, hat ihr Telefon genommen.

00:29:01: Ihn Oberarzt angerufen und währenddessen zu mir gesagt dann fahren wir sie jetzt mal in den OP.

00:29:07: Und ich habe komplett die Fassung verloren.

00:29:11: Ich bin aufgestanden gegangen und hab gesagt also ihr könnt euch gerne bei mir melden wenn jemand adäquat mit mir reden möchte, aber so geht es gar nicht und bin dann woanders hingegangen.

00:29:19: Also ich war einfach so schockiert weil ich so dachte Alter Schwede wie kannst du denn mit dem Rücken zu einer Person ihr sagen dass sie operiert werden muss?

00:29:25: Muss dich dann noch nicht mal!

00:29:27: Das wäre doch das Allerbeste.

00:29:28: also wir alle sind nicht perfekt.

00:29:30: Ich will auch nie sagen dass sich immer alles richtig mache.

00:29:32: Wir alle können daran arbeiten besser zu werden und besonders auch in der Kommunikation.

00:29:36: Und ich glaube das hilft tatsächlich auch total zu sehen Total aufgeklärte Frauen, dass denen auch so was passiert.

00:29:43: Dass man in so einer Situation einfach passieren kann und daran theoretisch etwas verändern kann.

00:29:50: Was ich immer wieder erlebe ist einfach das ... Frauen dann auch einfach sagen, das, was wir gerade schon öfter hatten ... Das hat mir nie jemand erklärt.

00:29:59: all diese Themen.

00:30:01: Zyklus, Beckenhodenwechseljahre

00:30:03: usw.,

00:30:04: nicht so, dass es die Frauen nicht interessiert, sondern unser System einfach nicht richtig hinguckt.

00:30:09: Was sind in deiner Meinung nach die Fragen, die die Frauen im Arztpraxen nicht fragen und dann weiter zu Wochen.

00:30:16: markiert es uns denn keiner?

00:30:18: Richtig.

00:30:18: Ich glaube viele Fragen, denen Körper betreffen werden nicht gefragt zum Beispiel dem Zyklus- und Zuzyklusschmerzen vielleicht weil man das auch manchmal so am Alltag aus dem Bewusstsein verliert.

00:30:30: Viele Fragen zum Thema Minopause werden nicht gestellt auch vielleicht wenn gar nicht alle Symptome auf dem Schirm hat.

00:30:35: Vielleicht weiß man gar nicht, dass Herzrasen oder Ohrensausen oder so zum Beispiel Menopausensymptome sein können.

00:30:41: und dann kann man natürlich auch nicht fragen, kann das mit der Menopause zusammenhängen?

00:30:43: Weil man es nicht weiß!

00:30:45: Und solche Fragen werden nicht gestellt, Fragen zu Sexualität werden nichtgestellt... ...und ja,

00:30:54: da klingelt's schon wieder bei mir.

00:30:56: Ohrensausen dachte ich gerade, hätte ich jetzt ehrlicherweise auch nicht geschlürt.

00:30:59: Ganz einfach um diesen Raum zu öffnen für alle Frauen, die sagen, ich bin Internistin.

00:31:04: bei Ohrensausen hätte ich nicht direkt an die Wechseljahre gedacht, hätte wahrscheinlich ins Urge geguckt und hätte die Patientin zum Hano-Arzt geschickt.

00:31:12: Und daher ist weiß der, dass das Menopause-Symptome sind.

00:31:15: Es ist interessant in dieser Lebensphase so viele sind über setzig Symptome beschrieben.

00:31:22: Also alles, was zwischen dem viertigsten und fünfundsinnigen Lebensjahr an Symptomen auftritt, kann man erst mal hinterfragen.

00:31:27: Könnte es mit der Minupause zusammenhängen?

00:31:29: Damit will man nicht jetzt andere Erkrankungen so degradieren aber zumindest einen kurzen Gedanken wäre hilfreich.

00:31:35: Total Wahnsinn!

00:31:37: Was müsste denn eigentlich deiner Meinung nach jede Frau über ihren Körper

00:31:40: wissen?!

00:31:42: Oh, es gibt ganz viele Dinge wo ich auch von bei mir selber merke.

00:31:45: die wusste ich nicht.

00:31:47: irgendwie habe ich in der Schule nicht gelernt, habe ich im Studium nicht gründlich genug gelernt und dann erst vielleicht später mir erarbeitet.

00:31:56: Zum Beispiel zyklos bewusst sein wie kann ich zyklus adaptiert leben?

00:31:59: Wie kann ich den Zyklus nutzen um energetischer stärker zu sein und bessere Lebensqualität zu haben und sogar länger zu leben?

00:32:06: Das zum Beispiel ist gut, wenn man das weiß.

00:32:09: Dazu muss man sich so ein bisschen in den Zyklus rein denken.

00:32:11: Es hilft auf jeden Fall, denen zu tracken und sich dann anzugucken was sind die Dinge, die ich eigentlich von meinem Körper erwarte oder von denen ich möchte dass sie besser funktionieren?

00:32:20: Das kann man tun.

00:32:21: also zyklisch bewusst sein.

00:32:22: dann Sexualität.

00:32:23: ja das Wissen über die Kitoris.

00:32:24: hat man das jemals gelernt?

00:32:26: nein also ich nicht und auch im Medizinstudium gar nicht.

00:32:30: Kitori war nicht Teil meines Medizinstudiums.

00:32:33: Und dann aber auch so ganz alltägliche Dinge überhaupt über Organe, die im Becken der Frau liegen.

00:32:42: So wie funktionieren sie?

00:32:44: Was kann man da tun?

00:32:45: Warum heißt es immer noch Schamlippen?

00:32:47: Kann man da was machen?

00:32:49: So was zum Beispiel.

00:32:51: Also offener also weiterhin aufklären und frage ich mich auch immer wo gehört dieser Auftrag eigentlich hin?

00:32:57: Ja das ist eine sehr gute Frage.

00:32:58: natürlich gehört dieser Auftrag erst mal an das Medizin und Gesundheitswesen.

00:33:03: Aber dann wiederum, wer ist das Gesundheitswesend?

00:33:05: Am Ende sind wir das ja alle!

00:33:07: Also eigentlich gehört diese Auftrag sozusagen an jede einzelne Person in der Gesellschaft die sich jeden Tag fragen muss wie möchte ich es jetzt eigentlich?

00:33:13: Möchte ich dass es so komisch ist und ich keine Antworten kriege oder fordere ich die ein?

00:33:18: kann ich das ab und zu mal besprechen mit jemandem?

00:33:20: wo ist es eigentlich richtig?

00:33:21: aber je mehr wir darüber sprechen, desto mehr Bewusstsein entwickeln wir auch so generalisiert als Bevölkerung Und dann kann sich das Schritt für Schritt ändern.

00:33:31: Das hoffen wir auf jeden Fall, dass es sich Schritt für schritt ändert.

00:33:34: Weil ich denke an die Patientinnen ... Hörst du wahrscheinlich auch jeden Tag?

00:33:38: Ich hör das so viel in keine Ahnung kommt.

00:33:39: jemand mit Regelschmerzen und Wechseljahrsbeschwerden ist juckt was weiß ich.

00:33:45: Dann heißt es immer halt die Regelbutom müssen sie jetzt halt durch.

00:33:49: Ja genau das ist auch etwas was man eigentlich immer sagen kann da müssen Sie halt durch oder das ist normal Das kann man immer hinterfragen.

00:33:56: Also das ist eigentlich nie richtig, dass man so abgekennstelt wird mit seinen Problemen und also keine Frau muss heute Regelschmerzen ertragen.

00:34:06: Sondern da kann man was machen und es ist wichtig, dass einer genau hinguckt.

00:34:10: Total!

00:34:11: Und siehst du dann ... Du erlebst sehr viele Frauen?

00:34:13: Siehst du umdenken in den Generationen weil dieses Da muss man jetzt mal durch, das erlebe ich vor allem auch einfach bei ein bisschen älteren Frauen die's auch wirklich nicht anders gelernt haben.

00:34:23: Passiert dann umdenken bei

00:34:24: jungen Frauen?

00:34:26: Ja und nein.

00:34:28: vielleicht passiert manchmal ein Umdenken, aber die Frage ist wie viel Raum findet es und wie wird das akzeptiert?

00:34:33: Und wird es ihnen zugestanden auch.

00:34:35: Zum Beispiel muss ich da denken an den Menstruationsurlaub in Spanien.

00:34:38: So wurde das ja von der deutschen Presse betitelt.

00:34:41: Die Spanier haben jetzt Menstruation-Urlaub oder da geschrieben.

00:34:44: Weil Menschen mit Regelschmerzen dürfen dort drei Tage bezahlt zuhause bleiben.

00:34:48: Das sind Spanian bisschen anders.

00:34:49: Du kriegst für die ersten drei Tage deiner Krankschreibung kein Geld.

00:34:52: Es sei denn du hast Regelscherzen dann kriegste du das seit einer Zeit.

00:34:57: Der totale Witz, das ist ja kein Urlaub.

00:34:59: Sondern es ist ein Teil unseres Wesens und jetzt tut manchmal weh und da sollte man genau hingucken.

00:35:05: Und die Menschen mit Menstruationsschmerzen oder Endometriose wissen, dass das auch nicht witzig ist, sondern sie sind wirklich gebeutelt.

00:35:11: Und schlimm genug, dass es zu wenig Forschung gibt, dann muss man noch sagen okay, die haben jetzt Urlaub!

00:35:17: Genau.

00:35:18: Jetzt haben wir irgendwie über so viele eklatante Gesundheitsunterschiede und gravierende Dinge in unserer Gesellschaft und unserer Medizin gesprochen.

00:35:27: Also es ist total wichtig Frauen zu empowern und aufzuklären, aber das kann ja auch nicht nur die Lösung sein dass Frauen nur für sich selber einstehen um eine soffiziente Medizin zu bekommen.

00:35:38: deswegen lasst uns nochmal ganz kurz

00:35:40: abrunden

00:35:41: und sagen was müssen wir eigentlich alles tun um diese Lücke zu schließen?

00:35:46: Um diese Lücke, die heißt der hat ja sogar einen Namen, Gender Health Gap.

00:35:50: Der ist wissenschaftlich untersucht und dargelegt Und da gibt es viele kluge Menschen, die sich damit beschäftigen wie was können wir tun um diese Lüge zu schließen?

00:35:58: Ein Punkt wäre dass man aus der Perspektive der Zielgruppe also den Patientinnen Fragen stellt Wissenschaft daran orientiert.

00:36:06: das machen wir interessanterweise in der Medizin zu wenig.

00:36:09: Sondern wir fragen uns immer Was könnte die Patientin wollen?

00:36:13: Und dann machen wir so Studien, aber wie sollten eben die Perspektive der Patientinnen wirklich in den zentralen Mittelpunkt stellen und daran Wissenschaft erarbeiten.

00:36:21: Und daraus ergibt sich natürlich auch Frauen sind immer auch irgendwo gleichzeitig Medizinerin oder Forscherin und Patientin.

00:36:29: also wir sind ja alle immer Patienten.

00:36:31: deswegen Es ist natürlich eine Frauenquote in der Wissenschaft und das Frauenwissenschaft maßgeblich mitbestimmen wird automatisch dazu führen, dass mehr Daten über Frauen generiert werden.

00:36:42: Weil sie Fragen stellen werden die ihren eigenen Körper betreffen und wichtig für sie sind.

00:36:47: also über die Frauenquote kann man auch oder über eine geschlechtergerechte Besetzung von Führungspositionen kann man natürlich auch etwas machen Und natürlich kann man politische Rahmenbedingungen schaffen, die Frauen ermöglichen sich zu entfalten wissenschaftlich, medizinisch als Person in dieser Gesellschaft.

00:37:07: Das sind ja ganz schön grundlegende Dinge, die es noch anzupacken geht.

00:37:11: wo man sich fragt wie lange wird das denn noch dauern bis wir da bei einer geschlechtergerechten Gesellschaft sind?

00:37:17: gibt es auch Untersuchungen, wenn es so linear weitergeht wie jetzt.

00:37:21: Was man ja auch noch mal hinterfragen kann je nach politischem System in dem wir leben dann würde es nach hundert und zwanzig Jahre ungefähr dauern bis wir eine schlecht gerechte Gesellschaft haben.

00:37:29: also das de facto wird nicht eintreten können.

00:37:31: gleich sagen ist sei denn oder vielleicht dauert es noch ein paar hundert Jahre, wie auch immer.

00:37:37: Also aber was jeder einzelne vielleicht tun kann und das ist vielleicht ein bisschen tröstend natürlich sind wir wie gesagt die Gestalterin in dieser Gesellschaft.

00:37:43: also wir können vielleicht jeden Tag nutzen um ein bisschen mehr über diese Frauenteam zu sprechen uns auszutauschen und dafür zu sorgen dass es mehr Raum bekommt und dass wir das auch einfordern dass wir darüber reden und nicht dafür irgendwie als merkwürdig abgestempelt werden.

00:38:00: Ja, das ist total wichtig.

00:38:01: Und genau das tust du ja jeden Tag wenn man sich das anguckt was für ein Pensum an Aufklärungsarbeit du jeden Tag neben deinem normalen Job und dir auch noch deinen Privatleben tust.

00:38:13: Ich frage mich ehrlich gesagt manchmal wirklich wie schaffst du das?

00:38:15: Und bist du nicht manchmal müde davon von all diesen Konfrontationen die jeden tag auf dich zukommen?

00:38:22: Nein, ich finde das sehr unterhaltsam.

00:38:25: Das ist natürlich auch ... Ich mach das weil ich es wichtig finde aber ich find's natürlich auch unterhaltersam.

00:38:31: und was findest du daran unterhalter?

00:38:35: Ich glaub' ich mag die Herausforderung bestehende Systeme zu hinterfragen ob sie so sinnvoll ist.

00:38:39: wenn wir genau hingucken dann haben wir eine Gesellschaft die wir von Menschen ererbt haben die nicht mehr da sind.

00:38:47: Das heißt, weite Teile unserer Gesellschaft wurden konstruiert zu einer anderen Zeit und die haben wir jetzt trotzdem noch.

00:38:54: Und vielleicht wenn mir das alles dekonstruieren würden?

00:38:57: Und neu!

00:38:57: Wenn wir heute das Gesundheitswesen neubauen würden du und ich oder wir alle, die zuhören auch.

00:39:02: Was würden wir mit viele grundsätzliche Dinge anders machen?

00:39:05: Wir würden sagen, Medizin soll nicht an Krankheit Geld verdienen, sondern soll an Gesundheit Geld verliehen.

00:39:11: Wir würden ein Gesundheitssystem kreieren was auf Gesundheit ausgerichtet ist und nicht An Krankheit verdient so zum Beispiel.

00:39:17: Aber jedenfalls haben wir diese ganzen Sachen außer Vergangenheit Die schleppen wir mit Und einen Teil davon zu dekonstruieren und an die jetzige Zeit anzupassen hilft uns glaube ich um eben diesen Ballast der Vergangenheit loszuwerden und es wirklich auf uns besser abzustimmen.

00:39:34: Und wie würden wir den Schiff von kranktus, das ist ja letztlich Vorsorge an Präventionen?

00:39:39: Wie würde man das schaffen?

00:39:41: Auch da ist ein Riesenthema, was ich toll finde, ein tolles Thema wo man sich fragen kann warum haben wir überhaupt, warum verdientes deutsche Gesundheitswesen an Krankheit?

00:39:52: Also meiner Meinung nach dürfte das gar nicht passieren, dass wir Krankenhäuser haben die Profit machen mit Krankheit von Menschen.

00:40:01: Sondern ich finde man muss Menschen belohnen und die Gesundheit fördern Gesundheit eben fördern, damit wir gar nicht als krank ist ja immer besser einer Krankheit einen Schritt voraus zu sein.

00:40:09: Und da spielt natürlich auch Labor und Diagnostik eine Riesenrolle aber auch Tracking der Gesundheit.

00:40:14: gesund bleiben wie können wir präventiv sein usw.

00:40:18: Also ein Riesenthema was man auch noch mal im Moment ist es bei den einzelnen verortet dass die sich darum kümmern gesunde Ernährung gesundes Leben.

00:40:25: aber eigentlich müsste es viel selbstverständlicher auch sein für uns das zu erreichen.

00:40:29: Wir haben jetzt schon total viel über wie wir den nutzen können, was der für Beschwerden macht und so.

00:40:36: Was ist denn wenn mein Zyklus nicht funktioniert?

00:40:39: Ja also der Zykluß dient uns ja als Zeichen dafür dass da regelmäßig ein Prozess abgespult wird, der eben eigentlich sagt dann körper schafft diesen Prozess energetisch und das ist erst mal ein Zeichen von Gesundheit.

00:40:53: erstmal gut Wenn der Zyklus aber jetzt nicht abgespolt wird und ausbleibt Dann sollte man da einmal hingucken genauer wenn er länger als drei Monate aus bleibt.

00:41:02: Und dann ist es wichtig sich zu fragen, warum ist das so?

00:41:05: Hab ich irgendwelche Medikamente genommen die dafür verantwortlich sein könnten.

00:41:09: Habe ich ein Energiedefizit?

00:41:11: also Leistungssportlerinnen haben oft einen ausbleibenden Zyklus oder Menschen mit Essstörungen.

00:41:16: und dann kann man sich noch fragen gibt es irgendwelchen anderen Erkrankungen die ich habe könnte zum Beispiel PMOS und liegt daran dass Ausbleiben meines Zyklos und ganz selten kann's auch mal eine vorzeitige Menopause sein Und es ist wichtig, das eine vom anderen zu unterscheiden natürlich.

00:41:32: Wobei in unserem Staatsexamen, falls du dich erinnst an der Medizin, da gab's ja diese Frage was ist die häufigste Ursache für ausbleibende Situationen?

00:41:38: Ja Schwangerschaft!

00:41:41: Genau.

00:41:41: und da sind wir wieder beim Thema wenns funktioniert dann bleibt der Zyklus aus wenn man schwanger ist und das ist sehr oft der Blick darauf.

00:41:48: aber dass also Das ist ja einfach das, wo man hingucken muss.

00:41:52: Auch dass Frauen sich hinterfragen.

00:41:53: Es kann viele Ursachen haben und ich muss jetzt genauer hinschauen.

00:41:57: Sonst hat es auch Folgen für mich, wenn ich eine unerkannte Erkrankung habe oder ... Wenn meine Hormone machen was in meinem Körper, die sind nicht so da.

00:42:06: Was passiert beim ganzen Körpersystem?

00:42:09: Also wenn der Zyklus ausbleibt heißt nicht automatisch, dass du kein Oestrogen, keinen Progesterone im Körper hast.

00:42:15: Sondern das dieser Prozess, der zu einer Menstruation führt, nicht abgespult wird.

00:42:19: Du kannst sogar ausreichend Oestrogene-Progesteronen in Blut haben und hast dann aber der Zykluswirt nicht abgesprült.

00:42:25: Aber es ist nicht selbstverständlich sozusagen.

00:42:27: Es kann auch sein, dass so ein Hormonemangel hast Und dass diese Hormonmangel sozusagen für deine Knochen zum Beispiel nachteilig ist, wenn er über längere Zeit besteht.

00:42:37: Also über mehrere Monate oder auch für dein Herzkreis aufs System ungünstig sein kann?

00:42:44: Wie finde ich das raus?

00:42:45: Weil letztlich im Labor sehen wir häufig, dass Frauen Hormonspiegel bestimmen und dann sind die aber im Normenbereich.

00:42:51: Ja genau, das ist dann schon mal ein gutes Zeichen.

00:42:53: Also je nachdem in welcher Zyklusphase oder Lebensphase du dich befindest hast du ja unterschiedliche Fragen an deinen Labor-Hormonstatus.

00:43:02: und zum Beispiel finde ich es ganz wichtig dass wenn die Menstruation ausbleibt bleibt bei jüngeren Frauen dass man da genau hinguckt weil es gibt Menschen der wird die vollzeitige Minupause übersehen und das darf uns nicht passieren sondern wir sollten das einmal abklären und verstehen, dass wenn der Zyklus nicht abgespult wird das dann eine Erklärung dafür gefunden werden sollte.

00:43:23: Und zumindest wenn nicht die Hormone überprüft werden damit man eben sieht wo stehen wir gerade?

00:43:30: Unser Podcast heißt was Frauen nicht fragen nach diesem langen Gespräch welche drei Fragen würdest du den Frauen mitgeben um für ne geschlechtergerechte Gesellschaft zu leben die sie ihren Ärzten stellen sollen?

00:43:44: Ich würde erst mal an Top-I raten, dass man seine Symptome ernst nimmt und auch weiterverfolgt.

00:43:50: Und sich nicht so ... sagen wir mal damit abgibt zu sagen ja das musst du ertragen oder das ist normal so.

00:43:56: Sondern auch immer noch weiterfragt und hinterfragt wie geht es einem?

00:43:59: Dann eben fragt Wie kann ich meinen Zyklus nutzen für meine Gesundheit in der Phase zum Beispiel wo regelmäßige Zyklien da sind oder auch Menopause?

00:44:08: und dann würde ich noch raten auch zum Thema Sexualität und Gitoeresgesundheit zu fragen

00:44:14: Sehr gut.

00:44:14: Eigentlich haben die Gäste das letzte Wort, aber ich muss noch mal eine Sache sagen ... Was ist normal?

00:44:19: Woher sollen wir wissen was normal, wenn es uns niemand erklärt hat?

00:44:21: Das hast du ja vorhin schon total schön gesagt!

00:44:24: Vielen vielen Dank liebe Mandy für all dieses Wissen und ich hoffe dass das dazu beiträgt, dass Frauen mehr fragen und mehr wissen.

00:44:31: Vielen dank!

00:44:32: Ja danke

00:44:42: dir!

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